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11. 06. 2010 Pressemitteilung: Demonstration gegen Zirkus Charles Knie am Sonntag

Für den kommenden Sonntag (13.06.) ruft ein Aktionsbündnis bestehend aus mehreren Bonner und Kölner Tierrechts- und Tierschutzgruppen zu einer Demonstration gegen die Haltung von Wildtieren im Zirkus Charles Knie auf. Ab 13 Uhr werden die Besucher/innen auf das Leid von Tigern, Löwen & Co aufmerksam gemacht, die ihr Leben in engen Käfigen und unter Peitschengeknall fristen müssen.

Der Zirkus hatte vergeblich versucht, für den Juni einen Standplatz in Köln zu bekommen. Da die Behörden in Köln schon seit 2008 Wildtierzirkusse auf städtischen Flächen verboten haben, musste der Zirkus schnell einen Ausweichstandort auftreiben. In Bonn hat sich - im Gegensatz zu vielen anderen Städten wie Kassel, München, Heidelberg, Köln u.a. -  noch nicht herumgesprochen, dass Wildtiere in engen Käfigen nicht artgerecht zu halten sind. Auch in anderen europäischen Ländern wurde das grausame Schauspiel endlich beendet: In Ländern wie beispielsweise Österreich, Dänemark, Finnland, Bulgarien, Schweden u.a. dürfen fast alle Wildtierarten nicht mehr von Zirkusbetrieben mitgeführt werden.   

Die Aktionsgemeinschaft wird die Besucher/innen vor dem Zirkuszelt in der Ludwig-Erhard-Allee in Bonn über das Leid der Käfigtiere informieren und ruft dazu auf, Zirkusse mit Tieren grundsätzlich zu meiden.

Tierrechtsinitiative Köln

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19.04.09 Missstände im Zirkus Universal Renz führen zu Bärentod und Auftrittsverbot für Wildtiere in Köln

Eines der unzähligen Tierschicksale in deutschen Zirkusbetrieben hat ihren Weg in die Tagespresse gefunden. Bärin ´Nena´ wollte am 19. April endlich dem unerträglichen Zirkusgefängnis entkommen und wurde nach einem dramatischen Versuch, endlich die Freiheit zu erlangen, getötet.

Der Zirkus Universal Renz versagt in der Tierhaltung nicht zum ersten Mal. Im April 2007 stellte die Tierschutzorganisation ´Die Tierfreunde e.V.´ bei einer Überprüfung der Tierhaltung anlässlich eines Gastspiels in Siegen bezüglich der Bären fest:

„3 Braunbären in Käfigwagen ohne erkennbare/nutzbare Beschäftigungsmöglichkeiten (...) in absolut reizarmer Umgebung. Freigehege (nicht ausbruchsicheres Rondell aus bauzaunähnlichen Matten mit ca. 1,5 m² „Badebecken“ ohne Wasser, auch sonst ohne „Einrichtung“ und ohne Gebrauchsspuren!) hat keinen Zugang zum Wagen und steht leer (bei vier Besuchen zu verschiedenen Tageszeiten an verschiedenen Tagen in (...) ); ungepflegter Zustand der Bären, Fell stumpf und struppig.“

Auch bei seinem letzten Gastspiel in Köln im Februar/März 2008 kam es zu einem Wildtier-Unfall, ein Elefant verletzte einen Zirkusmitarbeiter schwer. Später stellte sich dann heraus, dass der Zirkus mit einer hochschwangeren Kameldame herumzog. Auch die Bären waren in Köln wieder in einer sichtlich miserablen Verfassung und zahlreiche Besucher des Zirkus Universal Renz zeigten sich erschüttert über den schlechten Zustand der Tiere. Einige Besucher waren - nach der Vorstellung - den Tränen nahe. Das beste Argument der Zirkusbetreiber („Bären sind schon in den vorigen Jahrhunderten im Zirkus gezeigt worden“) zeugt lediglich von Ignoranz und antiquierten Ansichten gegenüber den hochsensiblen Tieren, die von diesem Zirkus für kommerzielle Zwecke missbraucht werden.

Der Gesetzgeber in Form des eigentlich zuständigen Landwirtschaftsministeriums ist handlungsunfähig oder handlungsunwillig: einer Aufforderung des Bundesrats zum Verbot der Wildtierhaltung in Zirkusbetrieben (Oktober 2003) kam das Ministerium bisher nicht nach. Daher setzte die Stadt Köln einen Monat nach den Ereignissen um den Zirkus Universal Renz in Köln ein Zeichen.

In einem richtungsweisenden Beschluss verfügte die Stadt Köln im April 2008, dass Zirkusse mit Wildtieren wie z.B. Bären, Elefanten, Giraffen, Nashörner oder Flusspferde fortan nicht mehr auf städtischen Flächen gastieren dürfen. Mit Köln ergriff erstmals eine Stadt in Deutschland deutlich strengere Maßnahmen, als die völlig unzureichenden Zirkusleitlinien vorgeben. Die Unmöglichkeit einer artgerechten Haltung von Wildtieren in Wanderzirkusbetrieben wurde damit in Deutschland erstmals behördlich anerkannt. Das schwere Versäumnis des Landwirtschaftsministeriums führt somit zu einem Flickenteppich verschiedener kommunaler Rechtslagen in Deutschland. Nur für die leidenden Wildtiere ändert sich vorerst nichts, da die Zirkusbetreiber noch auf private Flächenvermieter ausweichen können.

Die Tierrechtsinitiative Köln fordert daher ein gesetzliches Verbot der Tierhaltung, insbesondere der Wildtierhaltung, im Zirkusbetrieb. In vielen EU-Ländern ist die Haltung von Wildtieren in Zirkusbetrieben bereits verboten oder deutlich eingeschränkt.

 

Alle Angaben dieser Pressemitteilung sind sorgfältig recherchiert und durch Quellenangaben belegbar.

Tierrechtsinitiative Köln, 19. April 2009

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28.01.09 Fast mehr Demonstranten als Besucher am Premieren-Abend bei Zirkus Probst

Zum Premierenabend des Zirkus Probst in Köln-Kalk demonstrierten ca. 30 Tierfreunde, u.a. auch vom Tierheim Köln-Dellbrück, gegen Wildtiere im Zirkus. Auch die Kölner Bürger haben keine Lust mehr auf des Elend hinter der Glitzerwelt und blieben der Vorstellung fern. Während nachmittags aufgrund von Sonderpreisen und Freikarten noch einige Besucher aquiriert werden konnten, verloren sich abends schätzungsweise 60-70 Besucher unter dem Zirkuszelt – am Premierenabend.
Auch Kölner Bürger verlieren immer mehr das Interesse an Elefantenhaken und Peitsche in und vor allem abseits der Manege. Der Transpi-Spruch "Tiere zum Vergnügen - kein Vergnügen für die Tiere" fand dann sogar unter den Besuchern zögerliche Zustimmung..insbesondere bei denen, die gerade aus der Nachmittagsvorstellung heraus kamen.

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07.01.2008 - Offener Brief an die Volkshochschule Köln

Bitte hilf mit und schreibe Deine Meinung über dieses Programmangebot an die VHS Köln:
manfred.piehl@stadt-koeln.de
vhs@stadt-koeln.de

Weitere Informationen zu der Pelzgeschäftsexkursion direkt auf der entsprechenden Webseite der VHS Köln.

Offener Brief an die VHS:
Ihr Veranstaltungsangebot ´Das Pelzhaus Adrian´ am 26.03.09

Sehr geehrte Damen und Herren,

in vielen Ländern der Europäischen Union sind Pelztierfarmen verboten, unter anderem in England, Österreich und Italien. Nicht ohne guten Grund: Die Haltungsbedingungen für die Tiere sowie die Tötungsmethoden per Vergasung oder analen Stromschlag sind äußerst grausam. Zudem werden die Tiere für die Eitelkeit und Prestigesucht des Menschen getötet.

Die Tierrechtsinitiative Köln setzt sich seit vielen Jahren für eine Beendigung des grausamen Pelzhandels ein, so haben bereits namhafte Einzelhandels- und Modekonzerne wegen zunehmendem öffentlichen Druck sowie aus eigener Einsicht Pelzprodukte dauerhaft aus ihrem Sortiment entfernt, u.a. Kaufhof, Karstadt, Peek & Cloppenburg, C & A, Gerry Weber, Otto Versand, Zara und viele mehr. Durch konsequente Aufklärungsarbeit setzen wir uns insbesondere in diesem Winter wieder für die sog. „Pelztiere“ ein.

Ihr o.g. Kursangebot setzt sich inhaltlich in keiner Weise mit der grausamen Realität des Pelzprodukts auseinander. Vielmehr darf sich das Pelzhaus Adrian durch die Unterstützung der VHS Köln werbewirksam und kritiklos präsentieren. Dieses Kursangebot der VHS trägt dazu bei, Pelzprodukte wieder gesellschaftsfähig zu machen und die VHS Köln ist somit für das immense Leid der Tiere mit verantwortlich.

Sehr geehrte Damen und Herren, die kritiklose Einbeziehung eines Pelzgeschäfts in das Kursangebot der Volkshochschule Köln hat uns schockiert und ist für uns ein unerträglicher Zustand! Wir bitten Sie eindringlich, diese Veranstaltung aufgrund der oben angeführten Argumente aus Ihrem Angebotskatalog zu entfernen.

Gerne würden wir Sie in einem persönlichen und sachlichen Gespräch ausführlich über die Realität des ´Produkts Pelz´ informieren. Wir sehen Ihrer Antwort hoffnungsvoll entgegen und verbleiben

Mit freundlichen Grüßen

Tierrechtsinitiative Köln

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08. Oktober 2008 : Demo gegen die Tierausbeutung des Russischen Staatscircus´


Schäm Dich POPOV !!!

Nachdem der “große russische Staatscircus“ mit Clown Popov in 2004 aufgrund des tierquälerischen Rufs der gesamten Zirkusbranche beschlossen hatte, tierfrei zu werden, müssen jetzt wieder arme Tiere wie Tiger und Löwen für die Schaulust der Menschen und wegen der Geldgier der Veranstalter leiden.

April 2008, Bonn: Es wundert wenig, dass der Tiertransporter mit 7 Sibirischen Tigern auf dem Weg zum Veranstaltungsort in Bonn durch die Polizei/TÜV wegen „erheblicher technischer Mängel“ stillgelegt wurde und die Tiere vorübergehend bei der Feuerwehr untergebracht wurden (siehe Kölner Stadtanzeiger vom 26.03.08).
Derart eklatante und gefährliche Nachlässigkeiten lassen auf die Einstellung des Zirkus gegenüber Mensch und Tier schließen.

Zurück beim Zirkus in Bonn ging es den Tigern aber auch nicht besser, im Gegenteil: im Vorbeigehen konnte sich jeder Mensch das stereotypische Auf-und-Ab Gehen in den engen Käfigen selbst anschauen..warum werden diese stolzen Tiere derart gequält ?

Ein einminütiger Videobeweis, wie schlecht es den Tigern des Russischen Staatscircus geht, wurde auf ´youtube´ gefunden. (Quelle: unbekannt)

Im November 2007 beobachten die ´Menschen für Tierrechte Würzburg´:
“Die Tiere (Löwen) waren in sehr kleinen Käfigen und konnten sich in diesen kaum bewegen. (...) Die Löwinnen zeigten starke stereotypische Bewegungen von sog. Hospitalismus.“

Um dem Zirkus abermals eine tierfreie Zukunft nahe zu legen, beteiligt sich die TiK zur Premiere am 08. Oktober an der Demo, die im Eingangsbereich des Zirkus´ stattfindet.

Tierrechtsinitiative Köln

 

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26.08.08 - Neue Hühner-Folterkammer bei Köln – Tierrechtsinitiative Köln geht massiv gegen geplante Mastanlage vor

Die Tierrechtsinitiative Köln erhebt bei der Kreisverwaltung Düren formal Einspruch gegen den geplanten Neubau einer Hühnermastanlage in der Gemeinde Vettweiß (Müddersheim), 25 km südöstlich von Köln. Zusätzlich wird die Tierrechtsinitiative Köln das Vorhaben des Investors Baron von Geyr mit allen uns zur Verfügung stehenden zivilgesellschaftlichen Mitteln bekämpfen.

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens gingen nach unseren Informationen neben unserem Einwand auch zahlreiche weitere schriftliche Einsprüche und Beschwerden bei den örtlichen Behörden ein, insbesondere von den in der betroffenen Gemeinde ansässigen Bürgern. Vom 20. – 22. Oktober 2008 werden die Einwendungen beim Erörterungstermin im Rathaus Vettweiß behandelt.

Folterkammer Hühnermastanlage:

- unvorstellbares Leid: 26 Hühner auf 1 Quadratmeter (das ist noch weniger Fläche als in den grausamen Legebatterien, die ab Ende 2009 in Deutschland gesetzlich verboten sind)

- Hochdruck-Qualzüchtung: In unnatürlichen 35 Tagen vom Küken bis auf 1,5 kg gemästet (Sättigungsgefühl weggezüchtet), unter Inkaufnahme von schmerzhaften Bein- und Skelettschäden aufgrund der geringen Knochendichte des jungen Skeletts. Das natürliche Lebensalter dieser Hühner würde bis zu 9 Jahre betragen.

- Massenvernichtung: weit über 1 Million gequälte und getötete Individuen in jedem Jahr in dieser geplanten Anlage

- Das Leben eines Masthuhnes in einem 40-Sekunden-Video (Link zu youtube)

Bauvorhaben dieser Art sind nachfrage-orientiert. Die Hauptschuld an dem Leid der Tiere tragen, neben dem Gesetzgeber und auschließlich profitorientierten Individuen, vor allem fleischkonsumierende Menschen. Deswegen setzt sich die Tierrechtsinitiative Köln für eine vegane Ernährungsform ein, die eben nicht auf dem Leid unserer Mitgeschöpfe basiert.

Das vollständige Einwandschreiben an die Kreisverwaltung mit ausführlicher Begründung ist hier abrufbar.

Tierrechtsinitiative Köln, August 2008

 

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11.08.08 - Teilerfolg der TiK-Aktion – Delhaize Deutschland nimmt ab sofort Froschschenkel aus den Regalen

Die Tierrechtsinitiative Köln und die Menschen für Tierrechte/Tierversuchsgegner Aachen e.V. begrüßen die schriftlich zugesicherte Entscheidung des Lebensmittel-Einzelhändlers Delhaize Deutschland GmbH vom Juli 2008, ab sofort keine Froschschenkel – in jedweder Form - mehr in ihren Filialen anzubieten. Zuvor hatte die Tierrechtsinitiative Köln, gemeinsam mit den Menschen für Tierrechte/Tierversuchsgegner Aachen e.V., das Unternehmen nachdrücklich aufgefordert, den Verkauf von Froschschenkeln einzustellen (siehe TiK-Aktion vom 07.06.2008), weil dieses Tierqualprodukt unter besonders grausamen Bedingungen entsteht. Der Münchener Verein ´aktion tier e.V.´ recherchierte im letzten Jahr [1]: „Den Tieren werden bei vollem Bewusstsein die Beine ausgerissen oder abgeschnitten – der Rest ist qualvoll zuckender "Abfall". Die Tötungsmethoden im Ausland sind oft sehr grausam. Eine genaue Kontrolle der Haltungsbedingungen und Schlachtmethoden ist nicht möglich.“

Oft hat die "Froschschenkelproduktion" zudem gravierende negative soziale und ökologische Auswirkungen, so heißt es weiter: „Der größte Teil der in Europa konsumierten Froschschenkel stammt von Wildfängen aus dem südostasiatischen Raum. (...) Der maßlose Eingriff in die Natur führt zu Artenschutz-Problemen und stört das ökologische Gleichgewicht beträchtlich. (...) Da die natürlichen Feinde von Insekten - die Frösche - massiv dezimiert wurden, setzt man in Bangladesch in großen Mengen Insektizide ein, darunter auch solche, die in Deutschland aufgrund ihrer Schädlichkeit für den Menschen verboten sind.“

Weiterhin grausamer Lebend-Hummer-Verkauf

Bezüglich des von uns angemahnten Lebend-Hummer-Verkaufes zeigte sich Delhaize jedoch uneinsichtig. Während das Unternehmen in der Frage des Froschschenkel-Verkaufes seiner sozio-ökologischen Verantwortung gerecht wurde, ging die Unternehmensleitung bisher nicht auf unsere Forderung ein, den Lebend-Hummer-Verkauf mit sofortiger Wirkung zu beenden. Der Verkauf von Hummern für die private Eigentötung/Verzehr ist aus mehreren tierschutz-relevanten Gründen indiskutabel. Beispielsweise werden die Hummer ab dem Fang aus dem Meer bis zur Tötung nicht gefüttert, oft über viele Wochen und sogar Monate [2]. Die Tötung, der Wurf in kochendes Wasser, ist qualvoll und der Todeskampf des schmerz-empfindungsfähigen Tieres dauert bis zu 7 Minuten [3]. Die Haltungsbedingungen mit zusammengebundenen Scheren und unter Dauerstress entsprechen in keinster Weise den Anforderungen an eine artgerechte Haltung und das Leben in Gefangenschaft ist genau so qualvoll wie der Tod selbst. Darüber hinaus lehnen wir die Tötung von Tieren für die Konsumption durch den Menschen grundsätzlich ab.

Die Tierrechtsinitiative Köln und die Menschen für Tierrechte/Tierversuchsgegner Aachen e.V. werden sich daher weiterhin vehement dafür einsetzen, die Delhaize Deutschland GmbH auch in der Frage des Lebend-Hummer-Verkaufes zur Einsicht zu bewegen.

Tierrechtsinitiative Köln und Menschen für Tierrechte/Tierversuchsgegner Aachen e.V.
August 2008

 

Quellen:

1) http://www.aktiontier.org/index.php?m=2&id =285&year=2007&
2) http://www.respektiere.at/useruploads/files/h ummer_metro.pdf
3) http://www.peta.de/vegetarismus/hummer_g ekocht_werden_tut_weh.1199.html

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02.06.08 - Offener Brief an Frau Dr. Maria Berger - Justizministerin Österreich

Kopie dieses Schreibens an wichtige Medienvertreter in Österreich und Deutschland

 

Zur Situation Ihrer Kampagne gegen Tierschützer und Tierrechtler in Österreich


Sehr geehrte Frau Dr. Berger,

Es zeichnet sich immer mehr ab, daß sich die österreichische Justiz im Fall der Verhaftungs- und Repressionswelle gegen Tierrechtler und Tierschützer über das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit hinweg gesetzt hat.

Die Aktion der österreichischen Justiz am 21. Mai 2008, bei der es zu insgesamt 10 Festnahmen und einer noch größeren Zahl von Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen kam, bringt die Justiz der Republik Österreich in den Augen ihrer Nachbarländer in den sehr schlechten Ruf, willkürlich gegen unbequeme Strömungen vorzugehen.

Den aktuellsten Berichten zu Folge können den Inhaftierten und anderen Opfern Ihrer Kampagne noch immer keine konkrete Straftaten zur Last gelegt werden. Dieser Umstand lässt darauf schließen, daß die Maßnahmen weniger ermittlungstechnische, sondern politische Hintergründe haben könnten. Angesichts der fortschrittlichen Erfolge der Republik Österreich durch österreichische Tierrechtler und Tierschützer, wie das Verbot von exotischen Tieren in Zirkusbetrieben, das Verbot von Pelzfarmen und die Abschaffung der Käfighaltung für Legehennen, ist die Tierrechtsbewegung zum Feind einer mächtigen und einflußreichen Industrie geworden, deren Wohlstand auf der gnadenlosen Ausnutzung von Tieren basiert. Nun, so scheint es, hat diese Lobby zum Gegenschlag ausgeholt.

Die Unverhältnismäßigkeit der Mittel wie die bewaffnete Erstürmung von Wohnhäusern und die Inhaftierungen löste in Deutschland nicht nur bei Tierrechtlern und Tierschützern große Besorgnis aus. Die zahlreichen Solidaritäts- und Protestkundgebungen vor österreichischen Vertretungen, die europaweit seit dem 21. Mai stattfinden, richten sich neben der Solidarisierung mit den österreichischen Tierrechtlern auch gegen Ihre Anti-Tierschutz-Kampagne.

Sehr geehrte Frau Dr. Berger, durch das Vorgehen der österreichischen Justiz gefährden und kriminalisieren Sie eine auf rechtsstaatlichen Grundlagen basierende Bewegung zur Verbesserung der Situation der Tiere, die von weiten Teilen der Bevölkerung in ganz Europa unterstützt wird.

Wir, die Tierrechtsinitiative Köln, verurteilen die Vorgehensweise der österreichischen Justiz und fordern Sie auf, die Kredibilität der österreichischen Justiz wieder herzustellen, indem Sie die Kampagne gegen die Tierrechtsbewegung in Österreich beenden.

Bitte nehmen Sie zu unserer Forderung Stellung.

Hochachtungsvoll

Tierrechtsinitiative Köln

 

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Bonn und Mönchengladbach: Demos gegen Russischen Staatscircus im April 2008


Schäm Dich POPOV !!!

Nachdem der “große russische Staatscircus“ mit Clown Popov in 2004 aufgrund des tierquälerischen Rufs der gesamten Zirkusbranche beschlossen hatte, tierfrei zu werden, müssen jetzt wieder arme Tiere wie Tiger und Löwen für die Schaulust der Menschen und wegen der Geldgier der Veranstalter leiden.

Es wundert daher wenig, dass der Tiertransporter mit 7 Sibirischen Tigern auf dem Weg zum Veranstaltungsort in Bonn durch die Polizei/TÜV wegen „erheblicher technischer Mängel“ stillgelegt wurde und die Tiere vorübergehend bei der Feuerwehr untergebracht wurden (siehe Kölner Stadtanzeiger vom 26.03.08).
Derart eklatante und gefährliche Nachlässigkeiten lassen auf die Einstellung des Zirkus gegenüber Mensch und Tier schließen.

Beim Zirkus in Bonn geht es den Tigern aber auch nicht besser, im Gegenteil: im Vorbeigehen kann sich jeder Mensch das stereotypische Auf-und-Ab Gehen in den engen Käfigen selbst anschauen..warum werden diese stolzen Tiere derart gequält ?

Ein einminütiger Videobeweis, wie schlecht es den Tigern des Russischen Staatscircus geht, wurde auf ´youtube´ gefunden. (Quelle: unbekannt)

Im November 2007 beobachten die ´Menschen für Tierrechte Würzburg´:
“Die Tiere (Löwen) waren in sehr kleinen Käfigen und konnten sich in diesen kaum bewegen. (...) Die Löwinnen zeigten starke stereotypische Bewegungen von sog. Hospitalismus.“

Um dem Zirkus abermals eine tierfreie Zukunft nahe zu legen, und um den Bürger/Innen ein Zeichen zu setzen, fanden in Bonn am 04. April und in Mönchengladbach am 26. April 2008 Demos vor dem Eingang des Zirkus statt.

Die ´Bonner Rundschau´ berichtete über den Protest in Ihrer Print-Ausgabe vom 07. April 2008.

Tierrechtsinitiative Köln

 

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Tierrechtsinitiative Köln und Bund gegen Mißbrauch der Tiere e.V. demonstrierten am Sonntag, 02.03. zum dritten Mal gegen Zirkus Universal Renz

Die Tierrechtsinitiative Köln (TiK) demonstrierte, gemeinsam mit dem Bund gegen Mißbrauch der Tiere e.V. (BMT) und weiteren engagierten Mitbürger/Innen, erneut gegen die Tierhaltung im Circus Universal Renz.

Eine artgerechte Tierhaltung ist unserer Auffassung nach im Rahmen eines Wanderzirkus-Betriebes nicht möglich.
Speziell bei Zirkus Universal Renz, welcher besonders viele exotische Tiere und Tierarten mit sich führt, wurden erst letztes Jahr bei einer Begehung zahlreiche Mängel sichtbar. Hier klicken für die Mängelliste (pdf-Datei).

Darin heißt es beispielsweise über die mitgeführten Elefanten: „Tiere sehr nervös und angespannt, für Treiben und Dressurprobe mehrere Personen mit Elefantenhaken und Peitschen im Einsatz... mit ständigem Peitschenknallen und Geschrei“.
Zudem gaben uns Besucher der Vorstellung/Pausen-Tiershow in Köln ein erschütterndes Bild über die Situation der Tiere wieder. Insbesondere die Elefanten sind demnach in schlechtem Zustand. Viele Besucher waren über die Zustände schockiert und gaben an, nie wieder einen Zirkus mit Tieren besuchen zu wollen.

Leider berichteten einige lokale Medien jüngst positiv über die Aktivitäten des Zirkus und versäumten es, ihre Leser objektiv über das große Tierleid hinter und vor den Kulissen zu informieren. Insbesondere der Kölner Stadtanzeiger und der Regionalsender Center TV fielen durch einseitige Berichterstattung negativ auf.

Auch das beste Argument der Zirkusdirektion („Bären sind schon in den vorigen Jahrhunderten im Zirkus gezeigt worden“ (s. Kölner Stadtanzeiger vom 19.02.08)) zeugt lediglich von Ignoranz und antiquierten Ansichten gegenüber den hochsensiblen Tieren, die der Zirkus für kommerzielle Zwecke missbraucht.

Die gerade unter dem Eindruck fortwährender Tier-Skandale und -Schicksale in deutschen Zirkusbetrieben vom Bundesrat beschlossene Einführung eines Zirkus-Zentralregisters ändert nichts an den schrecklichen Zuständen. Die Tierrechtsinitiative Köln fordert daher ein gesetzliches Verbot der Tierhaltung, insbesondere der Wildtierhaltung, im Zirkusbetrieb. In vielen europäischen Ländern wie Österreich, Schweden, Finnland oder Ungarn sowie in einigen deutschen Städten wie Heidelberg und Chemnitz wurde die Mitführung von Wildtieren im Zirkus bereits verboten oder drastisch beschränkt, nicht ohne guten Grund.

Zudem ruft die Tierrechtsinitiative Köln Mitbürger/Innen dazu auf, aus o.g. Gründen Zirkusse mit Tieren zu meiden und stattdessen auf die wesentlich attraktiveren Zirkus- und Showangebote ausschließlich von und mit Menschen und ohne Tierleid auszuweichen. Zusätzlich ruft die TiK zur weiteren Kritik an den Medien auf, welche das Leiden der Tiere in deutschen Zirkusbetrieben durch ihre einseitige Berichterstattung fördern.

Tierrechtsinitiative Köln
Postfach 27 04 01
50510 Köln